Nginx auf dem eigenen Server
Nginx ist ein Webserver und Reverse Proxy. Er kann Websites ausliefern, HTTPS-Verbindungen annehmen oder Anfragen an eine dahinterliegende Anwendung weiterreichen.
Voraussetzungen
Diese Befehle sind für deinen eigenen Linux-Server mit Ubuntu oder Debian und systemd gedacht. Du brauchst einen funktionierenden Zugang, passende Administratorrechte und bei vorhandenen Anwendungen eine Sicherung. Lies zuerst Vorbereitung und Terminalfragen. Die Befehle laufen in deiner Serverkonsole beziehungsweise einer bereits geprüften SSH-Sitzung, nicht in Servora. Andere Distributionen benötigen andere Pakete oder Dienstnamen.
Nginx und Apache verwenden häufig dieselben Ports. Prüfe vor der Installation, ob bereits ein anderer Webserver oder Reverse Proxy läuft. Eine bestehende Website nicht durch eine zweite Standardinstallation ersetzen.
Bereits installiert?
Zeigt die installierte Version:
nginx -v
Zeigt den aktuellen Dienstzustand. „Unit not found“ kann bedeuten, dass das Paket noch fehlt:
systemctl status nginx --no-pager
Auf Ubuntu / Debian installieren
Aktualisiert die Paketinformationen, ohne das ganze System zu aktualisieren:
sudo apt update
Installiert das Paket aus den vorhandenen Distributionsquellen. Lies die Paketliste vor der Bestätigung:
sudo apt install nginx
Installation und Dienst prüfen
Prüft, ob der Dienst läuft:
systemctl status nginx --no-pager
Falls eine neue, bewusst eingerichtete Installation noch inaktiv ist, kannst du den Dienst starten. Bei Fehlern zuerst Konfiguration und Meldung prüfen; kein bestehendes Setup überschreiben.
Startet den eingerichteten Dienst:
sudo systemctl start nginx
Prüft die vorhandene Konfiguration, ohne sie neu zu laden:
sudo nginx -t
Die Standardinstallation ist noch keine fertige HTTPS-Website. Richte zuerst deine eigene Domain, den passenden virtuellen Host und ein gültiges TLS-Zertifikat ein. Die richtige Konfiguration hängt von Website, Reverse Proxy und Serverumgebung ab.
Nginx mit Servora verwenden
Aktueller App-Stand: Servora installiert und erkennt diese Software nicht automatisch. Direkte SSH-Systeminformationen und manuell eingerichtete HTTPS-Prüfungen sind im eingereichten Build verfügbar. Die Installation hier ist eine separate Aufgabe auf deinem Server.
Servora prüft den öffentlichen HTTPS-Endpunkt deiner Nginx-Website. Es liest weder die Nginx-Konfiguration noch deren Prozessstatus automatisch. Eine gültige HTTP-Antwort allein beweist nicht die Funktion aller dahinterliegenden Anwendungen.
- Öffne Systemzustand → Server hinzufügen. Trage deinen Server und SSH-Zugang ein. Vergleiche den Host-Fingerprint unabhängig, bevor du vertraust. SSH Schritt für Schritt.
- Öffne Projekte und dein Projekt, dann Infrastruktur → Server hinzufügen → Vorhandenen Server zuordnen. Alternativ kannst du hier Neuen Server verbinden wählen. Ein Server gehört derzeit höchstens zu einem lokalen Projekt.
- Dokumentiere den Dienst und seine Einrichtung in den Projektnotizen. Unter Systemzustand kannst du die zuletzt gelesenen Serverinformationen aktualisieren.
- Öffne Dienste → Dienst einrichten und wähle unter 1 · Verbundenen Server auswählen deinen Server.
- Unter 2 · Überwachung einrichten vergibst du einen Namen und trägst die endgültige öffentliche HTTPS-Adresse ein, etwa
https://status.example/health. Das ist nur ein Platzhalter: Verwende deinen eigenen vorhandenen Endpunkt. Lege erwarteten HTTP-Status, Prüfintervall und Timeout fest. - Speichere mit Dienst einrichten. Öffne den Dienst und wähle Jetzt prüfen. Lies Status, Antwortzeit und Prüfzeit gemeinsam. Der Server stellt die Verbindung zum Projekt her.
Servora prüft HTTPS mit HEAD und gültigem TLS-Zertifikat. Weiterleitungen, URL-Zugangsdaten, Abfrageparameter und Fragmente sind nicht vorgesehen. Verwende die direkt antwortende öffentliche Zieladresse. Der Check liest Antwort-Header, nicht den Seiteninhalt. Automatische Prüfungen laufen nur bei aktiver, entsperrter App; dies ist keine ständige Hintergrundüberwachung.
Häufige Probleme
Bei „Permission denied“ die Berechtigung mit dem Administrator klären. Bei „failed“ den Dienstnamen, die Konfiguration und gezielt seine Protokolle prüfen. Ein belegter Port kann auf eine vorhandene Installation hinweisen. Bei nicht erreichbarer Website zuerst DNS, Zertifikat und die gezielte Portfreigabe prüfen. Fehlende automatische Erkennung in Servora ist kein Installationsfehler: Sie ist derzeit nicht implementiert.
Sicherheit
Veröffentliche nur die benötigten Webports. Interne Anwendungsports müssen nicht zusätzlich öffentlich erreichbar sein. Verwende gültige TLS-Zertifikate und teste Konfigurationsänderungen vor dem Neuladen.
Halte das System aktuell und gib nur notwendige Rechte. Öffne keine Ports pauschal und schalte weder Firewall noch TLS-Prüfung ab. Servora benötigt für seine lesenden Systemabfragen keine pauschalen sudo-Rechte. Teile keine Passwörter, privaten Schlüssel oder unbereinigten Protokolle mit dem Support.