MySQL und MariaDB auf dem eigenen Server
MySQL und MariaDB sind verwandte relationale Datenbanksysteme, die viele Websites und Anwendungen verwenden. Wähle das System, das deine Anwendung ausdrücklich unterstützt. Sie sind nicht in jeder Version austauschbar.
Voraussetzungen
Diese Befehle sind für deinen eigenen Linux-Server mit Ubuntu oder Debian und systemd gedacht. Du brauchst einen funktionierenden Zugang, passende Administratorrechte und bei vorhandenen Anwendungen eine Sicherung. Lies zuerst Vorbereitung und Terminalfragen. Die Befehle laufen in deiner Serverkonsole beziehungsweise einer bereits geprüften SSH-Sitzung, nicht in Servora. Andere Distributionen benötigen andere Pakete oder Dienstnamen.
Wähle genau einen Weg. MariaDB ist in üblichen Ubuntu-/Debian-Paketquellen verfügbar. Das folgende MySQL-Paketbeispiel gilt für Ubuntu, nicht pauschal für Debian. Bestehende Datenbanken nicht ersetzen; ein Wechsel benötigt einen eigenen, geprüften Migrationsplan.
Bestehende Installation prüfen
Prüft den MariaDB-Client, ohne Daten zu verändern:
mariadb --version
Alternativ: Prüft den MySQL-Client. Der Client allein belegt noch keinen laufenden Server:
mysql --version
Zeigt vorhandene Datenbankdienste; eine der Units kann fehlen:
systemctl status mariadb mysql --no-pager
Weg A: MariaDB auf Ubuntu / Debian
Aktualisiert die Paketinformationen:
sudo apt update
Installiert MariaDB. Nur wählen, wenn kein anderes bestehendes Datenbanksystem ersetzt wird:
sudo apt install mariadb-server
Prüft den Dienst:
systemctl status mariadb --no-pager
Bei einer bewusst neu eingerichteten, noch inaktiven Installation: startet den Dienst:
sudo systemctl start mariadb
Weg B: MySQL auf Ubuntu
Diesen Weg statt Weg A verwenden, nicht zusätzlich. Auf Debian die für deine Version passende offizielle Installationsanleitung heranziehen.
Aktualisiert die Paketinformationen:
sudo apt update
Installiert den MySQL-Server aus den Ubuntu-Paketquellen:
sudo apt install mysql-server
Prüft den Dienst:
systemctl status mysql --no-pager
Bei einer bewusst neu eingerichteten, noch inaktiven Installation: startet den Dienst:
sudo systemctl start mysql
Installation prüfen
MariaDB: führt nur eine lokale Versionsabfrage aus. Benötigt die passende, bereits eingerichtete Anmeldung:
sudo mariadb -e "SELECT VERSION();"
MySQL: entsprechende lokale Versionsabfrage:
sudo mysql -e "SELECT VERSION();"
Bei abweichender Anmeldung kann „Access denied“ erscheinen. Nutze dann den vorgesehenen Datenbankzugang, statt Authentifizierung abzuschalten oder Passwörter zurückzusetzen. Ein erfolgreicher Versionsabruf belegt die lokale Abfrage, nicht die Einrichtung deiner Anwendung.
Mit Servora verwenden
Aktueller App-Stand: Servora installiert und erkennt diese Software nicht automatisch. Direkte SSH-Systeminformationen und manuell eingerichtete HTTPS-Prüfungen sind im eingereichten Build verfügbar. Die Installation hier ist eine separate Aufgabe auf deinem Server.
- Öffne Systemzustand → Server hinzufügen. Trage deinen Server und SSH-Zugang ein. Vergleiche den Host-Fingerprint unabhängig, bevor du vertraust. SSH Schritt für Schritt.
- Öffne Projekte und dein Projekt, dann Infrastruktur → Server hinzufügen → Vorhandenen Server zuordnen. Alternativ kannst du hier Neuen Server verbinden wählen. Ein Server gehört derzeit höchstens zu einem lokalen Projekt.
- Dokumentiere den Dienst und seine Einrichtung in den Projektnotizen. Unter Systemzustand kannst du die zuletzt gelesenen Serverinformationen aktualisieren.
Servora führt keine SQL-Abfragen aus und spricht das Datenbankprotokoll nicht direkt. Ein eigener HTTPS-Endpunkt deiner Anwendung kann deren Datenbankverbindung prüfen. Diesen Endpunkt richtest du manuell als Dienstprüfung ein; Port 3306 ist keine HTTPS-Adresse.
Häufige Probleme und Sicherheit
Bei „Unit not found“ zuerst den gewählten Paketweg und Dienstnamen prüfen. Bei „Access denied“ Datenbankbenutzer und erlaubte Anmeldung klären. Port 3306 nicht pauschal öffentlich freigeben. Verwende lokale Sockets oder ein geschütztes Netz und einen eigenen Anwendungsbenutzer mit begrenzten Rechten. Plane Datensicherungen und teste die Wiederherstellung.
Halte das System aktuell und gib nur notwendige Rechte. Öffne keine Ports pauschal und schalte weder Firewall noch TLS-Prüfung ab. Servora benötigt für seine lesenden Systemabfragen keine pauschalen sudo-Rechte. Teile keine Passwörter, privaten Schlüssel oder unbereinigten Protokolle mit dem Support.