PostgreSQL auf dem eigenen Server
PostgreSQL ist eine relationale Datenbank. Anwendungen nutzen sie beispielsweise für Benutzerkonten, Bestellungen oder strukturierte Projektdaten. Servoras lokale Projekte benötigen dafür keinen eigenen PostgreSQL-Server.
Voraussetzungen
Diese Befehle sind für deinen eigenen Linux-Server mit Ubuntu oder Debian und systemd gedacht. Du brauchst einen funktionierenden Zugang, passende Administratorrechte und bei vorhandenen Anwendungen eine Sicherung. Lies zuerst Vorbereitung und Terminalfragen. Die Befehle laufen in deiner Serverkonsole beziehungsweise einer bereits geprüften SSH-Sitzung, nicht in Servora. Andere Distributionen benötigen andere Pakete oder Dienstnamen.
Bei vorhandenen Datenbanken zuerst Versionen, Cluster und Datensicherung prüfen. Diese Anleitung ist keine Versionsmigration und ersetzt keine Sicherung oder Wiederherstellungsprüfung.
Bereits installiert?
Prüft, ob das PostgreSQL-Clientwerkzeug vorhanden ist. Das allein belegt noch keinen laufenden Server:
psql --version
Zeigt den aktuellen Dienstzustand. „Unit not found“ kann bedeuten, dass das Paket noch fehlt:
systemctl status postgresql --no-pager
Auf Ubuntu / Debian installieren
Aktualisiert die Paketinformationen, ohne das ganze System zu aktualisieren:
sudo apt update
Installiert das Paket aus den vorhandenen Distributionsquellen. Lies die Paketliste vor der Bestätigung:
sudo apt install postgresql
Installation und Dienst prüfen
Prüft, ob der Dienst läuft:
systemctl status postgresql --no-pager
Falls eine neue, bewusst eingerichtete Installation noch inaktiv ist, kannst du den Dienst starten. Bei Fehlern zuerst Konfiguration und Meldung prüfen; kein bestehendes Setup überschreiben.
Startet den eingerichteten Dienst:
sudo systemctl start postgresql
Zeigt PostgreSQL-Cluster und ihre Ports bei den üblichen Ubuntu-/Debian-Paketen:
pg_lsclusters
Prüft den Standardport auf lokale Annahme von Verbindungen; bei anderem Clusterport die Zahl anpassen:
sudo -u postgres pg_isready -h /var/run/postgresql -p 5432
Der Sammeldienst postgresql kann active (exited) anzeigen. Prüfe deshalb zusätzlich den tatsächlich verwendeten Cluster. „accepting connections“ zeigt die Verbindungsbereitschaft, nicht die fachliche Korrektheit deiner Daten. Datenbank, Benutzer und Rechte richtest du anschließend gezielt für deine Anwendung ein.
PostgreSQL mit Servora verwenden
Aktueller App-Stand: Servora installiert und erkennt diese Software nicht automatisch. Direkte SSH-Systeminformationen und manuell eingerichtete HTTPS-Prüfungen sind im eingereichten Build verfügbar. Die Installation hier ist eine separate Aufgabe auf deinem Server.
Servora führt keine SQL-Abfragen aus und prüft das PostgreSQL-Protokoll nicht direkt. Ein eigener HTTPS-Gesundheitsendpunkt deiner Anwendung kann gezielt die benötigte Datenbankverbindung prüfen und das Ergebnis als HTTP-Status melden.
- Öffne Systemzustand → Server hinzufügen. Trage deinen Server und SSH-Zugang ein. Vergleiche den Host-Fingerprint unabhängig, bevor du vertraust. SSH Schritt für Schritt.
- Öffne Projekte und dein Projekt, dann Infrastruktur → Server hinzufügen → Vorhandenen Server zuordnen. Alternativ kannst du hier Neuen Server verbinden wählen. Ein Server gehört derzeit höchstens zu einem lokalen Projekt.
- Dokumentiere den Dienst und seine Einrichtung in den Projektnotizen. Unter Systemzustand kannst du die zuletzt gelesenen Serverinformationen aktualisieren.
Nur wenn ein eigener, geeigneter HTTPS-Endpunkt bereits existiert: So richtest du seine Prüfung in Servora ein. Die Datenbank- oder Containerports sind keine HTTPS-Adressen.
Häufige Probleme
Bei „Permission denied“ die Berechtigung mit dem Administrator klären. Bei „failed“ den Dienstnamen, die Konfiguration und gezielt seine Protokolle prüfen. Ein belegter Port kann auf eine vorhandene Installation hinweisen. Bei nicht erreichbarer Website zuerst DNS, Zertifikat und die gezielte Portfreigabe prüfen. Fehlende automatische Erkennung in Servora ist kein Installationsfehler: Sie ist derzeit nicht implementiert.
Sicherheit
Den Datenbankport 5432 nicht pauschal ins Internet öffnen. Lokale Sockets oder ein geschütztes internes Netz bevorzugen, Zugriffsregeln und minimale Anwendungsrechte festlegen. Zugangsdaten gehören nicht in Website-Adressen oder Supportprotokolle.
Halte das System aktuell und gib nur notwendige Rechte. Öffne keine Ports pauschal und schalte weder Firewall noch TLS-Prüfung ab. Servora benötigt für seine lesenden Systemabfragen keine pauschalen sudo-Rechte. Teile keine Passwörter, privaten Schlüssel oder unbereinigten Protokolle mit dem Support.